The Fashion Revolution "Who Made My Clothes?"

Let’s start a revolution! A Fashion Revolution!
Kennt Ihr die Organisation „Fashion Revolution“?

Es ist eine Bewegung, die am 24. April 2013 ins Leben gerufen wurde, nachdem die Fabrik „Rana Plaza Factory“ in Bangladesh eingestürzt ist und tausende Arbeiterinnen und Arbeiter unter sich begraben hat.
Traurige Bilanz: 1138 Tote und über 2500 Verletzte. Leute, die hart schufteten, damit wir billig Kleider kaufen können, mussten ihr Leben genau dafür lassen!
Das kann und darf  nicht sein!
Mode soll etwas Positives sein, sie soll inspirieren und Freude bereiten. Das soll für alle gelten und nicht für viele Menschen Ausbeutung und Versklavung bedeuten.


Photo via Rajins Flickr CC

Seit diesem schwarzen Tag versucht die „Fashion Revolution“ (gegründet von Carry Somers und Orsola de Castro) auf all diese Missstände aufmerksam zu machen, nicht klagend oder beschuldigend, sondern motivierend und erklärend.

Die in der UK basierende aber weltweit agierende Organisation versucht aufzuzeigen, wie wir alle mit kleinen Aktionen die Revolution ins Rollen bringen können, so dass wir langfristig in eine modische Zukunft schreiten können, bei der alle etwas davon haben.
„Fashion Revolution“ inspiriert uns - The Mint Corner- jeden Tag aufs Neue.
Sie lässt sich nicht von den „Greenwashing“-Kampagnen der grossen Firmen blenden, sondern fühlt den Modeproduzenten auf den Zahn, verlangt Transparenz und möchte ein Bewusstsein kreieren, so dass hoffentlich immer mehr Leute fragen und hinterfragen „Wer hat meine Kleider hergestellt und wie“?


Photo by Fashion Revolution

Die Arbeiterinnen und Arbeiter sollen ein Gesicht bekommen und für ihre Arbeit wertgeschätzt werden. Niemand soll mehr für Mode sterben oder ausgebeutet werden, denn Mode macht erst richtig Freude, wenn alle davon profitieren.
Für die Endkonsumenten  ist es oft schwierig sicher zu gehen, ob das Lieblingsteil nun wirklich fair und nachhaltig produziert wurde oder nicht:

Am Anfang steht der Rohstoff. Wir müssen uns fragen, wo und wie er gewonnen wurde. Bei pflanzlichen Textilien, wie beispielsweise der Baumwolle, ist es relevant, ob sie biologisch angebaut wird. Wusstet Ihr, dass 16% der weltweit eingesetzten Insektizide dem Baumwollanbau zuzuschreiben sind?
Baumwolle braucht zudem sehr viel Wasser: Für die Produktion eines einzigen Baumwollshirts werden über 2200 Liter benötigt; unvorstellbar; nicht wahr?! Wenn die Baumwolle also in einem Gebiet angebaut wird, in dem Wasserknappheit herrscht, ist das ein grosses Problem.
Und unter welchen Bedingungen arbeiten die Farmer?

Als nächstes wir der Rohstoff zu Garn gesponnen, zu Stoff verwebt und gefärbt. Auch hier ist es relevant, wie die Arbeitskräfte behandelt werden und wie der Rohstoff gefärbt wird. Oft verwendet die Industrie hochgiftige Färbemittel, was einerseits eine grosse Gefahr für die Mitarbeiter birgt, aber auch sehr belastend für die Umwelt ist. In China beispielsweise sind 70% der Gewässer durch die Chemikalien der Textilindustrie verseucht; an der Farbe von gewissen Flüssen kann man sogar die Trendfarben der Saison ablesen. Stellt Euch das mal vor?!
Neben pflanzlichen Fasern, werden unsere Kleider auch aus synthetischen Fasern, Seide Wolle oder Leder hergestellt.



Effluent from Nanajarayan irrigation tank in Tirupur flowing through one of the canals that supply water for irrigation. Photo by The Hindu

Bei der Lederproduktion ist es wichtig zu wissen, ob das Tier extra für die Ledergewinnung gezüchtet und getötet wurde, oder ob das Leder ein Nebenprodukt der Fleischproduktion ist und sonst weggeworfen werden würde. Wir müssen uns fragen, wie das Leder gegerbt und gefärbt wird. Das kann mit chemischen Mitteln gemacht werden oder auf natürliche Art und Weise.

Und natürlich, wie die Lebensbedingungen des Tieres und der Farmarbeiter sind.


Tannerie of Bangladesh. Photo by The Guardian 

Polyester ist nochmals ein Thema für sich. Bereits besteht über 50% unserer Kleidung aus Polyester, also aus Erdöl, Tendenz steigend. Die erste Problematik ist der immens hohe Bedarf an Erdöl für die Polyesterproduktion, geschätzt sind das ca. 11 Milliarden Liter pro Jahr. Genau so tragisch ist aber der Mikroplastik, der die ganze Welt durch unsere Polyesterkleider verschmutzt.
Denn mit jedem Waschgang lösen sich Mikroplastikpartikel von den Kleidungsstücken und gelangen in die Gewässer. Der Mikroplastikabrieb passiert jedoch nicht nur beim Waschen. Man hat sogar auf dem Himalaya auf über 5000 Metern Mikroplastikpartikel entdeckt, der Abrieb von der Outdoorbekleidung von Naturfreunden, welche der Wind bis in die abgelegensten Orte unserer schönen Erde trägt...
Nachdem der Rohstoff zu einem Textil verarbeitet wurde, wird das eigentliche Kleidungsstück genäht. Oft wird dies nicht direkt  von der Firma, die von einem Modelabel beauftragt wurde, ausgeführt, sondern von einem Subunternehmen, da eine einzelne Firma die Menge an Textilien gar nicht alleine weiterverarbeiten kann.

Da liegt ein Knackpunkt: Vielleicht erfüllt die Hauptfirma gewisse Standarts, wie akzeptable Löhne oder ein sicherer Arbeitsplatz, und das Modelabel schmückt sich mit dem Label „Fair Fashion“. In den meisten Fällen wird jedoch nicht überprüft, wie die Subcontractors arbeiten. Kinderarbeit, 14 Stunden-Schichten und Sechstagewochen sind an der Tagesordnung, und das alles zu einem Lohn, der bei Weitem nicht ausreicht, eine Familie zu ernähren.


Factory in Bangladesh. Photo by Claudio Montesano Casillas 

Wie ihr seht, ist das Thema nicht ganz einfach, und die Kontrolle und Transparenz in der ganzen Herstellungskette noch viel komplizierter.

Dann beschäftigt uns noch das grosse Thema der Fast-Fashion, oder  besser gesagt, der Wegwerfmode. Weil die Kleider nichts mehr kosten, ist es zum Volkssport geworden, regelmässig neue Stücke zu kaufen und die Alten zu entsorgen. Was billig ist, wird von uns auch nicht als wertvoll angesehen. Während man früher die guten Stücke jahrelang getragen hat, ist uns heute meistens schon ein abgerissener Knopf Grund genug, das Kleidungstück aus unserem Schrank zu verbannen, anstatt dass wir den Knopf einfach schnell annähen würden. In Deutschland werden beispielsweise all zwei Minuten 5 Tonnen Kleider entsorgt! Durchschnittlich kaufen wir 60 neue Pieces oder 20kg Kleidung pro Jahr. Früher wurden wir zwei Mal pro Jahr durch neue Kollektionen verführt, heute locken viele Kleidergeschäfte zwei Mal monatlich mit dem neusten Schrei von der Kleiderstange.

Es liegt auf der Hand, dass es höchste Zeit für ein Umdenken ist! Die Textilindustrie generiert nicht nur tonnenweise Abfall, Gewässer- und Luftverschmutzung (der CO2-Ausstoss der Textilindustrie beträgt mehr, als derjenige von der Luft-& Schifffahrt zusammen), sondern lässt Menschen zu sklavenähnlichen Bedingungen unter Lebensgefahr arbeiten.

Deshalb möchten wir Euch einen Überblick gewähren, wofür wir uns einsetzen und auf was wir Wert legen:
-Ein nachhaltiger, umwelt-, tier- und menschenfreundlicher Anbau und Weiterverarbeitung der Rohstoffe
-Löhne, die dem Arbeiter ein würdevolles Leben ermöglichen
-Geregelte und humane Arbeitszeiten
-Sichere und ungefährliche Arbeitsplätze
-Vertraglich geregelte Arbeitskonditionen
-Eine transparente Lieferkette
-Keine Diskrimination am Arbeitsplatz bezüglich Geschlecht, sexueller Orientierung, Religion oder Herkunft

Wir werden versuchen, Euch zu jedem Label in unserem Webshop die Leute, welche in den Produktionsprozess involviert sind, vorzustellen. Wenn Ihr das Gefühl habt, dass Ihr Euch bei einer bestimmten Marke oder einem Produkt mehr Informationen wünscht, dann schreibt uns!

Wir freuen uns gemeinsam mit Euch eine Revolution zu starten; seid ihr dabei? In diesem Sinne: Viva la Revolucion! Viva the Fashion Revolution!

Mit Liebe 

The Mint Corner Team 

 

Let's start a revolution! The Fashion Revolution!
Do you know the organization "Fashion Revolution"?


It is a movement that was launched on April 24, 2013 after the Rana Plaza Factory in Bangladesh collapsed and buried thousands of workers.
Sad record : 1138 dead and over 2500 injured. People who worked hard, that we could buy cheap clothes, had to lose their lives for that !
This can not be!
Fashion should be something positive, it should inspire and bring joy. This should count to everyone and should not mean exploitation and enslavement for many people.


Photo via Rajins Flickr CC

Since this black day, the Fashion Revolution (founded by Carry Somers and Orsola de Castro) has been trying to draw attention to all these grievances, not complaining or accusing, but motivating and explanatory.
The UK-based and globally active organization tries to show how we can all get the
revolution rolling with small actions, so that we can step into a fashionable future in the long term where everyone benefits from it.
"Fashion Revolution" inspires us - The Mint Corner - every day anew.

They do not allow themselves to be blinded by the "greenwashing" campaigns of the big companies. They feel the fashion producers on the tooth, demand transparency and want to create an awareness, so that hopefully more and more people will ask and challenge "Who made my clothes and how?"


Photo by Fashion Revolution

The workers should get a face and be valued for their work. Nobody should die or be exploited for fashion anymore, because fashion is only really fun when everyone benefits from it.
It is often difficult for the consumers to be sure whether the favorite item really has been produced fair and sustainable or not:
In the beginning there is the raw material. We have to ask where and how it was won. With plant textiles, such as cotton, it is relevant, if it is grown organically. Did you know that 16% of the insecticides used worldwide are due to cotton cultivation?
Cotton also needs a lot of water : over 2200 liters are needed to produce a single cotton shirt; inconceivably or not?! So if cotton is grown in an area where water is scarce, that's a big problem.
And under what conditions do the farmers work?

Next is the raw material spun into yarn, woven into fabric and dyed. It is also here relevant how the workers are treated and how the raw material is colored. Industry often uses highly toxic dyes, which on one hand poses a great danger to employees, but it is also very polluting for the environment. In China, for example, 70% of the water is contaminated by chemicals from the textile industry; You can even see the trend colors of the season from the color of certain rivers. Imagine that?!

In addition to vegetable fibers, our dresses are also made from synthetic fibers, silk wool or leather.


Effluent from Nanajarayan irrigation tank in Tirupur flowing through one of the canals that supply water for irrigation. Photo by The Hindu

When it comes to leather production, it is important to know whether the animal was bred and killed especially for leather production or whether the leather is a by-product of meat production and would otherwise be thrown away. We have to ask ourselves how the leather is tanned and dyed. This can be done by chemical means or in a natural way.
And of course, how the living conditions of the animal and the farm workers are.


Tannerie in Bangladesh. Photo by The Guardian

Polyester is another topic in itself. Already over 50% of our clothing is made of polyester, i.e. petroleum, and the trend is rising. The first problem is the immense demand for petroleum for polyester production, which is estimated to be around 11 billion liters per year. But just as tragic is the microplastics that pollute the whole world with our polyester dresses.
With every wash cycle, microplastic particles detach from the clothes and get into the water.
The microplastic abrasion does not only happen when washing. Microplastic particles has even been found on the Himalayas at over 5’000 meters, due to abrasion of outdoor clothing of nature lovers. The wind carried it to the most remote places of our beautiful earth.
After the raw material has been processed into textile, the actual garment is sewn. Often this is not done directly by the company that has been commissioned by a fashion label, but by a subcontractor, since a single company cannot process the amount of textiles on its own.
There is the crux : Perhaps the main company fulfills certain standards, such as acceptable salaries or a secure workplace, and the fashion label adorns itself with the "Fair Fashion" label. In most cases, however, it is not checked how the subcontractors work. Child labor, 14-hour shifts and six-day weeks are the order of the day, and all at a salary that is far from sufficient to support a family.


Factory in Bangladesh. Photo by Claudio Montesano Casillas.

As you can see, the topic is not that simple, and the control and transparency in the entire manufacturing chain is much more complicated.
We are also concerned with the big topic of fast fashion, or rather, throw-away-fashion.
Because clothes no longer cost anything, it has become a popular sport to regularly buy new items and dispose of the old ones. What is cheap is not considered valuable by us. While the good pieces used to be worn for years, today a torn button is usually reason enough for us to banish it from the closet instead of simply sewing the button on quickly.
In Germany, for example, 5 tons of clothes are disposed every two minutes ! We buy an average of 60 new pieces or 20kg of clothing per year. In the past we were seduced by new collections twice a year. Today, many clothing stores lure their customers twice a month with new collections.
It is obvious that it is time to rethink! The textile industry not only generates tons of waste, water and air pollution (the CO2 emissions of the textile industry are more than those from the aerospace industry combined), but also allows people to work under slave-like conditions at the risk of life.
Therefore we would like to give you an overview of what we are committed to and what we value :
- A sustainable, environmentally, animal and human-friendly cultivation and processing of raw materials
- Salaries that enable workers to live in dignity
- Regulated and humane working hours
- Safe workplaces
- Contractually regulated working conditions
- A transparent supply chain
- No discrimination at the workplace regarding gender, sexual orientation, religion or origin.

We will try to introduce you to the people involved in the production process for each label in our web shop. If you feel that you would like more information about a particular brand or product, write us !
We look forward to start a revolution with you; are you there?
In this sense : Viva The Revolution! Viva The Fashion Revolution !

With Love 

The Mint Corner Team

 

 

 

 

 

 

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